Commit 41384516 authored by Claudia Kaar's avatar Claudia Kaar
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Finale Abgabe

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### Generelle Anmerkungen
+ Hilfreich für den Review wären die allgemeinen dahintersteheden Überlegungen der Überarbeitung. Offensichtlich wurde das Kapitel ja vollständig überarbeitet. Aufgrund der teilweisen inhaltlichen Überschneidungen, ist anzunehmen, dass das neue Kapitel das alte inhaltlich ersetzen sollte. Dies kann aber nicht abschließend beurteilt werden, weil ich aus den Kommentaren zu den Commits diese Information nicht hervorgeht. Ggf. wäre es auch zweckmäßig diese Überlegungen in einer eigenen Datei im Rep zusammenfassend niederzuschreiben.
+ Gendern: zugunsten der Leserlichkeit würde ich auf das Gendern analog zum Skript des Instituts verzichten (ggf. mit Hinweis am Anfang des Kapitels, dass darauf bewußt verzichtete wird und beide Geschlechter darunter zu verstehen sind) was glaub ich im Gesamtskript des Institus so gemacht wurde.
+ Das Kapitel ist im Markdown schön und klar formatiert.
+ Grafiken und Quellen werden richtig angezeigt.
### Inhaltliche Anmerkungen
+ Die Inhalte sind sehr verständlich und "knackig" formuliert. Da es sich um ein einführenedes Kapitel handelt, finde ich sehr gut, dass Definitionen deutlich in fett hervorgehoben wurden (im Gegensatz zum bestehenen Skript) und auch sehr klar bschrieben werden.
+ Im Unterschied zum alten Skripteil sind die Formulierungen besser verständlich und für Studenten zur Schaffung eines grundsätzlichen Überblicks über das Thema gut geeignet.
+ Im Vergleich zum ursprünglichen Kapitel vermisse ich jedoch die Ausführungen zum Meta-Modell. Offen gesagt habe/hatte ich mit diesem Teil aber ohnehin meine Verständnisprobleme insbesondere mit der abschließenden Grafik zum konzeptionellem, repräsentationalem und modellierungsbezogenem Metamodell. Meines Erachtens ist dieser Teil aber dennoch nicht unwesentlich um ein modelltheoretisches Verständnis dafür zu bekommen, dass es in der betrieblichen Umsetzung einer Guideline bedarf um eine einheitliche gesamtbetriebliche Umsetzung zu ermöglichen. In der Realität wird man sich in einem Betrieb eine komerzielle Anwendung zulegen in dessen Handbuch die Komponenten Überelegungen des Metamodells wohl ohnehin abgbildet sind. Um dieses modelltheoretische Grundverständis zu bekommen würde ich aber vorschlagen, diesen Teil inhaltlich noch zu ergänzen. Jedoch analog der vorangegangenen Kapitel in sehr verständlicher und nachvollziehbarer Sprache.
+ Die Referenz auf das alte Kapitel im Quellverzeichnis finde ich nicht gut weil dein Kapitel ja dieses dann ersetzen sollte.
### Anmerkungen zur Nutzung von GIT
+ Commits: Abgesehen von der bereits erwähnten generelle Herangehensweise sind die Commits und die damit verbundenen Änderungen gut nachvollziehbar.
+ Der finale Commit ist "unverified". Dies noch bei der finalen Abgabe korrigieren, damit du keine Punktabzüge bekommst.
+ Tags sind da und ok.

### Inhalt und Struktur
+ Die geänderten Kapitel bzw. Teile sind sehr klar und verständlich formuliert und ermöglichen so eine leichtere Aufnahme der Inhalte.
+ Bei dem Punkt der Metamodelle würde ich vorschlagen nach einem Beispiel für ein Metamodell in der Praxis, Grafik und ganz kurze Beschreibung, zu suchen und einzufügen. Dadurch würde dieses Thema etwas greifbarer und verständlicher.
### Technologien
+ Beschreibung der Commits geben eine gute Übersicht über die einzelnen Arbeitsschritte, jedoch keine Details.
+ Tags vorhanden
+ Markdown Struktur ist übersichtlich
+ Grafiken sind richtig eingebunden
+ Quellen sind vorhanden
# Modelle und Modellierung
## 1. Begriffsdefinitionen
Ein **Modell** ist ein Abbild eines Vorganges, Problems oder einer Tatsache. Diese Vereinfachung soll somit helfen, ein komplexes System an Komponenten besser verständlich zu machen. Diese Abbildung eines Systems kann dabei sowohl vereinfacht, als auch in seiner Form reduziert dargestellt werden, wobei dies der ModelliererInnen und deren Interpretation des späteren Modells obliegt.
Der/Die **ModelliererIn** ist jene Person, welche das Modell erstellt. Dieser betrachtet das von dem späteren Modell ausgehende System, erörtert relevante Elemente und Beziehungen und eliminiert weniger relevante Details. Hierbei wird bereits sichtbar, dass ein Modell sehr individuell gestaltet werden kann. Jeder Modellierer hat seinen eigenen Bezug zur Relevanz von Abbildungsobjekten in einem Modell. Ist ein Modell für mehrere Personen oder Personengruppen gedacht, so gilt es vor der Modellierung festzulegen, welche Inhalte das spätere Modell besitzen bzw. welche Kriterien es erfüllen sollte.
Die **Modellierung** ist der eigentliche Prozess der Erstellung eins Modells, sprich die Umwandlung eines konkreten Systems in ein (vereinfachtes) Abbild dieses Systems.
Ein Modell, welches alle Elemente und Beziehungen eines abzubildenden Systems darstellt, nennt man ein **isomorphes Modell**. Hierbei werden alle Informationen und Eigenschaften vom betrachteten Original in das Modell übertragen, auch wenn diese wenig bis gar nicht relevant sind (kleiner Kreis = nicht so relevante Eigenschaft).
![Isomorphes Modell](Isomorphes_Modell.png "Isomorphes Modell")
Wird dieses Abbild jedoch vereinfacht dargestellt, und daher bestimmte Eigenschaften vereinfacht dargestellt oder ausgelassen, so spricht man von einem **homomorphen Modell**. Hierbei werden nur relevante Informationen und Eigenschaften vom betrachteten Original in das Modell übertragen (großer Kreis = relevante Eigenschaft).
![Homomorphes Modell](Homomorphes_Modell.png "Homomorphes Modell")
Homomorphe Modelle sind meist eher von Bedeutung, da der Sinn eines Modells die vereinfachte Darstellung eines komplexen Systems ist. Weniger bedeutende Elemente und Beziehungen werden hierbei vernachlässigt, um den relevanten Details mehr Ausdruckskraft zu verleihen. Die Entscheidung, inwiefern Details relevant sind oder nicht, obliegt hier, wie bereits erwähnt, dem Modellierer.
Die **Repräsentation** eines Modells ist im weiteren Verlauf der Modellierung die konkrete Abbildung der Elemente des Modells. Dies kann zum Beispiel eine Zeichnung auf Papier oder eine digitale Ausarbeitung sein, welche sich einer bestimmten Notation bedient.
Eine **Notation** wird dazu verwendet, die Elemente des Modells darstellen zu können. Dies können zum Beispiel Formen, Farben, Worte oder Zeichen sein, welche für ein Element im System stehen. Somit kann man eine Notation auch als eine Art Alphabet ansehen, also ein Set an möglichen, verwendbaren Elementen für die Repräsentation.
Wie bereits erwähnt, bedient sich ein Modell der vereinfachten Darstellung eines Sachverhaltes, hierbei kommt es zwangsläufig zu einer **Abstraktion**. Während des Abstraktionsprozesses muss jedoch darauf geachtet werden, dass das Modell bzw. die Repräsentation im weiteren Verlauf syntaktisch, semantisch und pragmatisch vollständig und korrekt ist. Durch die Abstraktion dürfen für das Modell somit keine relevanten Informationen verloren gehen, da es ansonsten zu Fehlinterpretationen oder Missverständnissen bei den Betrachtern des Modells kommen kann, und damit falsche Rückschlüsse auf die Wirklichkeit getroffen werden könnten.
**Syntaktisch** richtig bedeutet, dass die Darstellungsform von Zeichen einheitlich sein soll, also WIE die Zeichen dargestellt werden.
**Semantisch** richtig bedeutet, dass gleiche Zeichen innerhalb eines Modells die gleichen Aussagen treffen sollen, also WAS die Zeichen darstellen.
**Pragmatisch** richtig bedeutet, dass Zeichen einen bestimmten Zweck oder eine Wirkung haben sollen, also WELCHE Absicht die Zeichen haben.
## 2. Modellarten
Modelle sind ein Abbild der Wirklichkeit und haben je nach Modellierer oder Kontext der Modellierung unterschiedliche Eigenschaften und Zwecke. Ebenso bedarf der Prozess der Modellierung oft einer wiederholenden Betrachtung der Wirklichkeit, sowie der Anpassung des Modells an diese. Generell kann man laut Stachowiak (1973) anmerken, dass ein Modell folgende Merkmale besitzt: Abbildungsmerkmal, Verkürzungsmerkmal, Pragmatisches Merkmal.
Das **Abbildungsmerkmal** besagt, dass ein Modell immer ein Abbild eines anderen Objekts ist, sprich es muss für ein Modell immer eine Grundlage, auf dessen das Modell basiert, vorhanden sein. Dabei kann dieses Objekt selbst bereits ein Modell sein.
Das **Verkürzungsmerkmal** besagt, dass ein Modell nicht alle Elemente und Eigenschaften des abzubildenden Objekts besitzen muss. Dieses Objekt kann nun Eigenschaften besitzen, welche für die ModelliererIn nicht relevant sind, und somit im Zuge der Modellierung des Modells nicht zum Einsatz kommen. Ebenso kann jedoch das Modell Elemente aufweisen, welche das originale Objekt nicht aufweist, welche aber für die Modellierung bedeutend sind.
Das **Pragmatische Merkmal** besagt, dass Modelle eine Ersatzfunktion für das originale Objekt ausüben. Modelle sind lediglich Abbilder eines Systems, nicht jedoch das System selbst. Durch dieses Merkmal erfolgt die Auswahl der für das Modell relevanten Elemente.
#### 2.1. Metamodelle
Ein Modell basiert auf einem originalen Objekt, welches durch das Modell abgebildet wird. Das Metamodell hingegen hat die Aufgabe, Begrifflichkeiten der Modellierung zu erklären, im weitesten Sinne ist ein Metamodell daher ein Modell zur Erstellung von Modellen. Das Metamodell stellt eine Sammlung von Modellsystemen und deren Notationen zur Verfügung. Dadurch soll gewährleistet werden, dass bei der Modellierung Begriffe, Konzepte und Darstellungsformen einheitlich und den Regeln entsprechend verwendet werden, sowie die Vollständigkeit der Modelle geprüft wird.
![Metamodell](Metamodell.png "Metamodell")
#### 2.2. Konkrete Modelle
Ein konkretes Modell eines Systems ist die Abbildung von menschlich sichtbaren und wahrnehmbaren Vorgängen und Systemen. Hierbei kommt es zur, meist verkleinerten, Darstellung von realen Sachverhalten in einem anderen Maßstab. Beispiele hierfür sind das Modell eines Hauses beim Hausbau, einerseits für den Architekten zur Sichtbarmachung der relevanten Designentscheidungen, andererseits für den Kunden zur Vorabbetrachtung des späteren Endproduktes.
![Konkretes Modell](Konkretes_Modell.png "Konkretes Modell")
#### 2.3. Abstrakte Modelle
Ein abstraktes Modell ist zwar, ähnlich dem konkreten Modell, ebenso eine Abbildung der wahrnehmbaren Vorgänge, jedoch unterscheiden sich diese aufgrund der Darstellungsform. Die Systeme werden hier mithilfe von Symbolen unterschiedlicher Formen dargestellt, welche für Eigenschaften des originalen Objekts stehen.
![Abstraktes Modell](Abstraktes_Modell.png "Abstraktes Modell")
## 3. Prozess der Modellierung
Für den Prozess der Modellierung entscheidend sind zum einen die betrachteten Systeme, sowie deren Betrachter und die späteren Benutzer dieser daraus resultierenden Modelle.
![Beziehungen](Beziehungen.png "Beziehungen")
Bevor die eigentliche Modellierung beginnen kann, bedarf es der Konkretisierung der beteiligten Akteure am Modellierungsprozess. Generell gibt es in diesem Prozess drei Personengruppen mit variierender Anzahl an beteiligten Personen, wobei diese drei Gruppen im Minimalfall auch von einer einzigen Person realisiert werden können.
Zu dem am Prozess der Modellierung beteiligten Personengruppen zählen:
Die **WissensträgerInnen** sind jene Personen, welche das Wissen über die abzubildenden Systeme mit sich bringen. Sie besitzen das notwendige Detailwissen über Vorgänge, und die Eigenschaften dieser, und können die Relevanz dieser einschätzen. Bei komplexen Systemen kann die Anzahl dieser Personen ansteigen, wodurch sich auch die Komplexität des Prozessmodellierungsvorganges erhöhen kann, da unterschiedliche Ansichten in den Prozess einfließen können. Generell können WissensträgerInnen auch die Funktion der ModelliererInnen inne haben.
Die **ModelliererInnen** sind für die Modellierung verantwortlich, wobei auch hier eine variable Anzahl an Personen beteiligt sein kann. Sie sind in erster Linie dafür verantwortlich das System als Modell abzubilden und sich mit den WissensträgerInnen inhaltlich immer wieder abzustimmen. Auch können ModelliererInnen die Funktion der WissensträgerInnen inne haben.
Die **BenutzerInnen** des Modells sind jene Personen, welchen das Modell schlussendlich dienen soll, also die eigentliche Zielgruppe. Diese Gruppe kann sowohl die WissensträgerInnen, als auch die ModelliererInnen umfassen.
Der Modellierungsprozess selbst gestaltet sich wie folgt:
Am Beginn der Modellierung steht die Feststellung des abzubildenden Systems. Hier wird festgelegt, was das Ziel und der Gegenstand des späteren Modells sein soll, sowie die abzubildenden Eigenschaften und den Umfang des Modells. Je nach Modell sollten auch noch andere spezifische Faktoren eingangs diskutiert werden. Dies geschieht in Zusammenarbeit mit den WissensträgerInnen und den ModelliererInnen. Relevante Informationen werden gemeinsam ermittelt, analysiert und strukturiert festgehalten. Im weiteren Verlauf wird dann durch die ModelliererInnen ein erster Prototyp des Modells erstellt, da ein Modell meist in der ersten Version nicht direkt alle Informationen, Eigenschaften und Merkmale beinhaltet. Nach einer Überprüfung durch die WissensträgerInnen wird das Modell mithilfe der ergänzenden Daten durch die ModelliererInnen überarbeitet. Die Überprüfung und Überarbeitung der Inhalte kann sich durchaus mehrere Male wiederholen. Nach der erfolgten Abnahme durch die WissensträgerInnen kann das Modell an die späteren BenutzerInnen übergeben werden.
![Modellierungsprozess](Modellierungsprozess.png "Modellierungsprozess")
## 4. Ziele der Modellierung
Das Ziel eines Modells ist die Abbildung der Wirklichkeit unter dem Hilfsmittel der Abstraktion. Die Abbildung der Wirklichkeit ist aus Gründen der Übersichtlichkeit meist auf einen bestimmten Ausschnitt der Wirklichkeit begrenzt, wobei auch dieser Ausschnitt meist durch unterschiedliche Modelle realisiert werden kann. Dies ist vom Zweck des Modells abhängig, denn der Zweck bestimmt das spätere Modell.
Generell haben Modelle bestimmte Eigenschaften, welche sich in jedem Modell widerspiegeln. Zum einen werden mithilfe der **Abstraktion** wenig bis nicht relevante Objekte der Wirklichkeit im Modell nicht verwendet, sodass sich nur jene für die ModelliererInen relevanten Teile im Modell widerspiegeln. Die **Dekomposition** hingegen verfeinert ein Modell schrittweise, von einer sehr groben Darstellung hin zu einem sehr detailreichen Modell.
Auch der Modellierungsansatz kann das Modell selbst charakterisieren. Dies ist davon abhängig, inwiefern bereits zu Beginn der Modellierung alle Eigenschaften und Elemente bekannt sind, oder sich diese im immerwährenden Prozess der Modellierung ergeben. Dies ist meist von der Sicht der ModelliererInnen abhängig, ob sich diese selbst als Teil des Modells sehen oder lediglich aussenstehende Betrachter sind.
**Beschreibungs- und Erfassungsmodelle** dienen dazu Prozesse und Sachverhalte zu erkennen und darzustellen. Organisationssachverhalte und -geschehnisse werden durch diese Modelle abgebildet und dienen in erster Linie den Organisationsmitgliedern zur Verständlichmachung dieser Sachverhalte. Als Basis für die Modelle werden visuelle Notationselemente verwendet.
**Erklärungsmodelle** bauen auf einem Beschreibungsmodell auf, welches zuerst nach bestimmten Kriterien untersucht wird. Veränderungen werden dann mithilfe des Erklärungsmodells aufgezeigt, wodurch gewonnene Erkenntnisse dann in Beschreibungsmodellen übernommen werden können.
**Gestaltungsmodelle** bilden einen bestimmten Ausschnitt der Realität ab. Diese werden meist zur Abbildung von Abläufen in Organisationen verwendet. Dazu zählen auch Planungs- und Entscheidungsmodelle, welche einen sehr starken Regelcharakter besitzen.
## 5. Quellenverzeichnis
Diese Ausarbeitung basiert auf der inhaltlichen Struktur des vorhandenen Skriptums '1.3 Modelle und Modellierung'. Für die Erstellung dieser Zusammenfassung wurde folgende Quellliteratur verwendet:
https://de.wikipedia.org/wiki/Notation
https://de.wikipedia.org/wiki/Modell
http://www.wirtschaftslexikon24.com/d/modell/modell.htm
http://userpage.fu-berlin.de/wyssusek/publications/wyssusek_boris.pdf
https://de.wikipedia.org/wiki/Metamodell
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